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Was es über Ihre Persönlichkeit verrät, wenn Sie im Restaurant den Tisch abräumen

Junger Mann im Anzug sitzt mit Cappuccino im Café, Kellner bringt eine Dessertplatte, andere Gäste im Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Empathie und Altruismus beim Abräumen des Tisches
  2. Mehr als nur eine altruistische Geste
  3. Zwischen Hilfsbereitschaft und dem Wunsch nach Anerkennung

Eine Handlung, die deutlich mehr über Sie verrät, als Sie vielleicht denken.

Wahrscheinlich haben Sie es schon gesehen, ohne ihm besondere Beachtung zu schenken – oder Sie tun es selbst: Im Restaurant oder Café unterstützen manche Gäste das Servicepersonal beim Abräumen, indem sie Teller, Besteck und Tassen zusammenstellen. Diese scheinbar alltägliche Geste kann viel über die eigene Persönlichkeit aussagen.

Empathie und Altruismus beim Abräumen des Tisches

Der von Pure People zitierte Psychologe Francisco Tabernero ist der Ansicht, dass „dem Servicepersonal uneigennützig Hilfe anzubieten, von Empathie zeugt“ und eine Form von „reinem Altruismus“ darstellt. Es handelt sich demnach um prosoziales Verhalten, das ohne Erwartung einer Gegenleistung oder unmittelbaren Anerkennung erfolgt.

Gerade solche Eigenschaften sind in der Arbeitswelt sehr gefragt, lassen sich jedoch weder in einem Bewerbungsgespräch noch im Auswahlverfahren zuverlässig erkennen. Wenn jemand den Tisch abräumen hilft, obwohl niemand darum gebeten hat, kann das Servicepersonal seine Arbeit schneller und effizienter erledigen. Im beruflichen Umfeld können vergleichbare Handlungen ebenfalls einen entscheidenden Unterschied machen.

Mehr als nur eine altruistische Geste

Laut Lachlan Brown, einem von Psychologies.com erwähnten Experten für Achtsamkeit, Beziehungen und persönliche Entwicklung, steckt darin auch Bescheidenheit. Die betreffende Person begegnet dem Servicepersonal auf Augenhöhe und zeigt damit, dass jeder Beitrag Respekt und Wertschätzung verdient.

Zwischen Hilfsbereitschaft und dem Wunsch nach Anerkennung

Francisco Tabernero erklärt zudem, dass dieses Verhalten Ausdruck einer passiven Selbstbehauptung sein kann, die „eine übermäßige Angst vor der negativen Beurteilung durch andere hervorruft. Dieses Merkmal zeigt sich bei Menschen, die sich sowohl gegenüber nahestehenden Personen als auch gegenüber Fremden übermäßig hilfsbereit verhalten.“ Vereinfacht gesagt: „Manchmal handelt es sich nicht mehr nur um eine altruistische Geste, sondern eher um das Bedürfnis, zu gefallen und negativ beurteilt zu werden. Es ist das Bedürfnis, gut angesehen zu sein.“

Vielleicht regen diese Beobachtungen Sie zum Nachdenken an. Sie können auch Anlass für ein Gespräch mit Familie oder Freunden sein, wenn Sie das nächste Mal im Restaurant oder Café sitzen. Ist Ihnen dieses Verhalten schon aufgefallen, wenn das Servicepersonal zum Abräumen kommt? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit.

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Matthias Kächele

Matthias Kächele ist Experte für regionale Unterhaltungskultur, schwäbischen Humor und die traditionsreiche Figur „Herr Kächele Blitz“. Er beschäftigt sich mit deren Geschichte, sprachlichen Eigenheiten und zeitgemäßen Interpretationen und vermittelt sein Wissen in Artikeln, Interviews und Kulturprojekten.

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